Samuel Grosser wurde als Sohn eines Theologen in Brieg geboren
und besuchte das dortige Gymnasium. Er studierte in Breslau. Zittau und
an der Universität in Leipzig. Als Magister verließ er 1688 seine
Studienstadt und verdienste sich seinen Lebensunterhalt durch
Vorlesungen über Poesie, Geschichte, Geografie und durch öffentliche
wissenschaftliche Vorträge. 1695 wurde er durch entsprechende
Vermittlung Rektor am Görlitzer Gymnasium Augustum. Fortan galten sein
Interesse und seine Forschungen insbesondere der Geschichte der
Oberlausitz. Die Arbeit dieser Jahre gipfelte 1714 in dem Werk
"Lausitzsche Merkwürdigkeiten", welches eine Reihe von Beiträgen zur
Geschichte der Oberlausitz zusammenfaßte. Grosser entwickelte sich zu einem engagierten Lehrer, der es
verstand, den zu vermittelnden Unterrichtsstoff lebensnah zu
gestalten. Zu seinen Initiativen gehörten viele von ihm selbst
inszenierten und von seinen Schülern einstudierten
schauspielerischen Darbietungen, welche sich häufig an biblischen
Themen oder an der griechischen und römischen Geschichte
orientierten.
Samuel Grosser starb im Jahr 1736. |