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Dr. Karl Ludwig Kahlbaum
geb.: 28. Dezember 1828 in Driesen (Neumark)
gest.: 15. April 1899 in Görlitz |
Karl Ludwig Kahlbaum wurde am 28. Dezember 1828 in Driesen in
der Neumark geboren. Nach seinem Schulbesuch begann er mit
einem Medizinstudium. Er studierte u.a. in Königsberg, Würzburg,
Leipzig und Berlin. Im Oktober promovierte er zum Doktor der Medizin.
Seine Approbitionsprüfung, die Voraussetzung, um später als
selbstständig praktizierender Arzt tätig sein zu können, legte er 1855
ab. Im Anschluß leistete er einen einjährigen Dienst bei der
Feldartillerie in Berlin und trat dann 1856 als zweiter Arzt in die
ostpreusische Provinzial-Irrenanstalt in Allenber bei Wehlau ein. Die
dort gesammelte Erfahrungen, den Umgang mit den Patienten betreffend,
wurden für ihn bestimmend, in Zukunft eine völlig andere, humanitäre
Behandlungsform anzuwenden.1866 erhielt Kahlbaum ein Angebot des
Leiters und Besitzers der privaten Görlitzer Nerven- und Heilanstalt,
Dr. Herrmann Reimer. Er nahm an und kam so nach Görlitz. 1867 übernahm
Kahlbaum für 87000 Taler die Anstalt und ließ sie in den folgenden
Jahren nach seinen Vorstellungen erweitern und umbauen. Innerhalb von
10 Jahren erweiterte er die Klinik von ehemals 3 auf 9 Gebäude, legte
den gepflegten Park mit Gartenhaus und Brunnen an und erhöhte die Zahl
des Personals auf 100. 1869 wurde Kahlbaum Mitglied der
Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, welche er mit seinen
medizinisch-wissenschaftlichen Beiträge bereicherte. Kahlbaum erkrankte
an einer Migräne, im Alter zusätzlich an Diabetes. Er starb am 15.
April 1899 und wurde auf dem Görlitzer Friedhof beigesetzt. |
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