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Johannes Hass
geb.: 1476 in Greiz (Vogtland)
gest.: 1544 in Prag |
Johannes Hass wurde 1476 als Sohn einer Handwerkerfamilie im
vogtländischen Greiz geboren. Bereits 1491 kam er nach Görlitz und
besuchte hier die Schule, nach deren Abschluß er an der Leipziger
Universität (ab dem Wintersemester 1493/94) studierte. Nach dem
Abschluß des Studiums als Lehrer und Magister arbeitete er an
verschiedenen Schulen des Landes und kehrte erst 1509 nach Görlitz
zurück. Hier wurde ihm das Amt des Oberstadtschreibers übertragen
(Amtsantritt 6.8.1509). Auf Grund dieser einfußreichen Position in der
Stadt, begann er sich mehr und mehr politisch zu engagieren. So setzte
er sich beispielsweise konsequent für die Erhaltung des
Sechsstädtebundes ein. Hass war auch entscheidend an der
Niederschlagung des Tuchmacheraufstandes von 1527 beteiligt, der sich
unter anderem auch gegen ihn richtete. 1519 wird Hass Schöppe und
arbeitete danach mehrfach als Bürgermeister und Senior. Im Zusammenhang
mit dem ständigen Bestreben der Stadt, ihren
Einfluß nach außen auszudehnen, mußte Johannes hass 1544 eine
entscheidende Niederlage einstecken. Der Oberlausitzer Adel hatte
wegen Überschreitung der städtischen Gerichtsbarkeit beim König in Prag
eine Klageschrift eingereicht, worauf die Vertreter der Stadt nach Prag
beordert wurden. Auf dieser Reise im Januar 1544 führte eine strenge Erkältung zum
Tode von Johannes Hass. |
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