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Gottlob Ludwig Demiani
geb.: 1783 in Dresden
gest.: 8. Juli 1846 in Görlitz |
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Gottlob Ludwig Demiani wurde am 22. April l786 in Dresden als Sohn des
bekannten Arztes Christian Gottlob Demiani geboren. Der Ausbildung am
traditionsreichen Görlitzer Gymnasium Augustum schloß
sich der Besuch einer sächsischen Fürstenschule sowie das Jurastudium
zu Wittenberg an. Nachdem er in Dresden und Bautzen als Oberamtsadvokat
tätig war, wurde er am 1. Juli 1814 zum Senator des Ratskollegiums nach
Görlitz berufen, das im nächsten Jahr Kraft der Beschlüsse des Wiener
Kongresses von Sachsen zu
Preußen wechselte. Demiani wurde am 1. Juli 1820 zum Kämmerer
ernannt. Dank seines
Fachwissens und Organisationstalents konnten die durch Krieg und
Mißwirtschaft zerrütteten städtischen Finanzen wieder geordnet und
somit die Grundlagen für den enormen wirtschaftlichen Aufschwung
ab Mitte der dreißiger Jahre geschaffen werden.
Sein besonderes Augenmerk richtete Demiani dabei auf den umfangreichen
Forstbesitz, die Görlitzer Heide, deren größter Teil östlich der
Neiße liegt. Am 3. Januar 1833 wurde Demiani zum Bürgermeister der
Stadt Görlitz gewählt. Es gab auch Gegner im Magistrat und vor allem
in der Stadtverordnetenversammlung. Doch dank der Unterstützung
solch bedeutender Persönlichkeiten wie Baurat Friedrich Wilhelm
Weinhold, der uns Nachfahren eine detaillierte, leider nur schwer
lesbare Bauchronik hinterließ. Carl Eduard Maximilian Richtsteig,
Görlitzer Oberbürgermeister von 1866 bis 1871 , und dem
renommierten Pädagogen Prof. Ferdinand Wilhelm Kaumaun konnte
Demiani viele seiner Pläne realisieren. So wurde 1836 die Höhere
Bürgerschule eröffnet, 1836 bis 1838 entstand das Mädchenschulgebäude
am Fischmarkt (die heutige Musikschule) sowie 1846
bis 1847 das Volksschulgebäude an der Langenstraße, und 1849 die
Nikolaischule. welche in diesem Jahr ihr 180. Jubiläum begeht. 1843
bis 1844 wurde das städtische Krankenhaus an der Salomongasse... |
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