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| Georg Emerich
geb.: 1422 in
Görlitz gest.: 21. Januar 1507 in Görlitz |
Als
Sohn des zu dieser Zeit amtierenden Bürgermeisters Urban
Emerich wurde Georg Emerich 1422 in Görlitz geboren. 1464 kam es zu
einer Liaison zwischen Georg Emerich und Berigina Horschel, der Tochter
eines angesehenen Ratsmitgliedes der Stadt. Das Verhältnis blieb nicht
ohne Folgen und so drängten Beriginas Eltern auf Eheschließung, welcher
sich Georg Emmerich verweigerte. Zu dem gehörten die Familien Emerich
und Horschel auch noch unterschiedlichen Parteien an. Die
einen waren Anhänger der Ungarnpartei und die anderen der
Böhmischen. Unter Androhung der Exkommunikation wurde Georg Emmerich
gedrängt, das Ansehen der "rechtgläubigen Ungarnpartei" durch eine
Pilgerfahrt nach Jerusalem wieder herzustellen. 1465 trat Emerich seine
Reise an. Aus Jerusalem
brachte Georg Emerich detailgetreue Aufzeichnungen des
Heiligen Grabes mit, um dieses in seiner Heimat nachzubauen. Der
Nachbau selbst nahm mehrere Jahre in Anspruch. Als der Vater Georg
Emerichs 1470 verstarb, übernahm Georg zuerst die Aufgaben
als Schöppe und schließlich 1475 die des Bürgermeisters. In dieser Zeit
wurde aus Georg Emerich einer der erfolgreichsten und wohl
auch skrupellosesten Kaufleute der Stadt. Nach einigen Jahren
nannte Emmerich 19 Rittergüter, Dörfer und auch Dorfteile sein Eigen. Georg Emerich
verstarb am 21. Januar 1507 und wurde auf dem Nikolaifriedhof
beigesetzt. Seine Gruftkapelle wurde erst ca. 200 Jahre
später, 1721, an der nördliche Seite der Nikolaikirche angebaut.
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