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Adolph Traugott von Gersdorf geb.: 1744 in Gersdorf gest.: 1807 in Meffersdorf |
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Traugott von Gersdorf ist der Sproß einer angesehenen und reichen
oberlausitzer Adelsfamilie. Er besuchte das Görlitzer Gymnasium und
studierte danach an den Universitäten in Leipzig und Wittenberg. Seine
wichtigste Aufgabe bestand nach dem Studium in der Verwaltung der
umfangreichen Besitztümer seiner Familie. Seine humanistische
Grundeinstellung ließ ihm dabei im Laufe der Jahre zu einem
wesentlichen Betreiber der bürgerlichen Agrarreform in der Oberlausitz
werden. Unterstützt wurde er dabei von Carl Adolph Gottlob von
Schachmann, dessen Besitztümer sich in Königshain befanden. Bestandteil
der bürgerlichen Agrarreform war die Abschaffung der Leibeigenschaft
und der Beginn des Überganges von feudalistischen zu kapitalistischen
Produktionsweisen. Von Gersdorfs Interessen galten auch der
Heimatforschung. Waren es anfangs Iser-, Riesen und Erzgebirge, führten
ihn seine Reisen später auch nach Wien, Prag und in die Schweiz. Zu
einem seiner wissenschaftlichen Hauptgebiete wurde die Geologie und die
Mineralogie. Seine Gesteinssammlung entwickelte sich zu einer der
Größten des ganzen Landes. Viele der Forschungsergebnisse von Gersdorfs
finden sich heute im Görlitzer Museum auf der Neißstr. wieder.Das
besondere Interesse von Gersdorfs galt auch allen technischen
Entwicklungen seiner Zeit. Wo auch immer er von interessanten
technischen Neuerungen hörte, knüpfte er Kontakte und bestellte immer
wieder solche neuartigen Geräte. Dazu gehören die große
Scheibenelektrisiermaschine, welche von dem Holländer van Marum
konstruiert wurde, die Leidener Flaschen des Holländers Muschenbrock,
eine Zylinder-Elektrisiermaschine aus England oder eine Vakuum-Pumpe
des Freiberger Mechanikers Studer. Adolph Traugott von Gersdorf starb
nach Jahren unermüdlichen Wirkens 1807 und wurde inmitten seiner
Arbeiter und Bauern auf dem Friedhof in Meffersdorf beigesetzt. |
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